Mittwoch, 20. Juli 2011

handys und chinesische sim-karten

Wieder in Shenyang angelangt, genieße ich mein geniales Bett mit der unendlich komfortablen Matratze. Ja - die zahlreichen Übernachtungs-Zwischenstopps auf verschiedensten Klapp-Couchen in der Heimat haben ihre Spuren hinterlassen...

Aber noch einen Vorteil bringt die Rückkehr nach China mit sich: ich kann wieder mein Handy benutzen. Denn am Wiener Flughafen angekommen, wurde mir beim Aktivieren meines Handys klar, dass kein Netz gefunden werden kann. Wiederholte Vertreibersuchaktionen brachten rein gar nix und als ich mich etwas verärgert meiner weisen Hälfte zu wandte, ließ die 'Erleuchtung' nicht mehr lange auf sich warten. Wenn man ein Chinese ist - oder eine chinesische Sim-Karte besitzt - kann man nicht einfach erwarten, das Recht zu haben, im Ausland zu telefonieren.

Die Benutzung im Ausland muss nämlich erst beantragt und genehmigt werden - was ich natürlich nicht getan habe. Eine intelligente Methode, um Kosten zu sparen :) Big Brother lässt grüßen...

Mittwoch, 13. Juli 2011

wohlfühlprogramm

Ein paar Tage unseres Heimaturlaubes haben wir in Langenlois bei Freunden verbracht. 45 Minuten Richtung Krems von Wien entfernt, findet man diesen beschaulichen Ort - eingebettet in Weingärten und umgeben von Buschenschänken der besonderen Art.

Ein besonderes Highlight war für mich die Weinbeisserei, die von uns immer aufgesucht wird, wenn wir in Langenlois sind. Was einem dort erwartet? Bodenständiger Genuß, der einem mit einem Tick Kreativität und ganz viel Geschmack serviert wird. Und wenn man sich dann mit vollem Bauch zurücklehnt und man froh ist, dass man zu einem weiten Sommerkleid gegriffen hat, kann man die unglaubliche Aussicht genießen, die einen in ihren Bann zieht und das Sitzfleisch einlullt und so zu Höchstleistungen anregt Und wenn man ganz leise ist, kann man Fuchs und Hase beim 'Gute Nacht Sagen'  zuhören.




In diese Aussicht kann man sich beim Essen verlieben.

Als Vorspeise wurde geräucherter Lachs gereicht.

Und als Hauptspeise wurde auch ein Fisch von mir erwählt. Den Namen hab ich vergessen, aber ich weiß, dass es ein heimischer war. 

Dienstag, 12. Juli 2011

immer schön cool bleiben


Ohren anlegen - Augen auf Halbmast. So macht man auf jeden Fall einen coolen Eindruck beim Fotografen. Lara ist die Chihuahua Hündin einer Freundin und ich bin ihr voll und ganz verfallen. Weil sie den treuherzigsten Blick der Welt aufsetzen kann, für ihr Leben gern hinter ein gigantomanisches Stofftier herjagt, sich durch nichts beirren lässt (außer Frauchen verlässt den Raum) ... und einfach zu cool ist für diese Welt...

Sonntag, 10. Juli 2011

heimatgefühle

Heimaturlaub. Alles wirkt auf mich grüner, schöner, entspannter und heimeliger als vor unserer Abreise nach China. Und sogar der weststeirische Dialekt hat mir gefehlt und gewinnt mir das ein oder andere Lächeln ab. Wenn man in Shenyang nur von Deutschen umgeben ist (ich kenne bis jetzt erst 4 Österreicher - meine arbeitende Hälfte und mich inbegriffen), genießt man den Charme, den so ein Dialekt mit sich bringt. Und ab und an wundere ich mich und muss nachfragen, was was bedeutet *grins*


'Er ist gmotschgata gmocht gwordn.'
Dieser Ausdruck war sogar für mich neu. Umso überraschter war ich, dass meine Mama diesen gebrauchte. Bedeutung: Eine Umschreibung für jmd, der gerne an allem etwas zum Aussetzen hat. Und aus Respekt zu meinem genialen Bruderherz bleibt es ein Geheimnis, wen sie damit meinte :)

'Sie kann nicht kommen, weil sie sich den Haxn obgrissen hot.'
Das fand ich ja besonders witzig. Die Dame, die in einem Wartezimmer diesen Satz von sich gab, wollte auf besonders edel tun - weniger erfolgreich.

'Man muss nicht bei jeder Sautreiberei dabei sein.'
Oder anders ausgedrückt: Man kann nicht auf 2 Hochzeiten gleichzeitig tanzen.


Ich bin ja noch eine Woche im Lande. Da folgt bestimmt noch der ein oder andere Exkurs in den steirisch/österreichischen Dialekt :)

Freitag, 8. Juli 2011

tagesinspiration

Wie happy bin ich doch, dass ich genau zum Zeitpunkt des Ausverkaufes wieder in Graz angelangt bin, um dort so manch ein Schnäppchen zu finden, welches China erobern möchte. Ich bin eine Schnäppchenjägerin - zumindest ab und zu. Ich meine, nein - eigentlich nicht. Meistens kaufe ich das, was mir gefällt (es ist auch schon vorgekommen, dass ich mich von meinen Freundinnen zu einem Fehlkauf überreden hab lassen, das Teil nie angezogen habe und es dann eben diesen Freundinnen weitergeschenkt habe - Moment mal...). Natürlich freu ich mich riesig, wenn das Teil meiner ungeteilten Aufmerksamkeit vergünstigt ist, was sogar ziemlich oft passieren kann, wenn ich meinen Fokus nur auf die Abverkauf-Ecke lege.

Und dabei gibt es in Graz nur eine Adresse, der ich nicht widerstehen kann: Kastner & Öhler. Ein Modehaus, das einen ziemlichen Imagewandel hingelegt hat und mit allem aufwartet, was das Herz begehrt. Ja, da kann man auch Omi einpacken und sie einmal für eine Stunde alleine losschicken. Oder man lässt sich beim Kauf einer Funktionsunterwäsche (richtig - mein Bäuchlein will weggequetscht werden) von einer fremden Omi an der Kassa erwischen... O-Ton: Mei - trägt man das wieder? Also ich kenn das noch aus meiner Jugend. Die sind bequem, gö?!

Natürlich bin ich fündig geworden. Beweise folgen. Anbei jedoch meine Tagesinspiration. Die Wand, an die ich starrte, als mein Bruder in den unendlichen Weiten der Umzugskabinen verschwand. Ich weiß nicht, ob es an der laaangen gemeinsamen Zeit lag, die wir gemeinsam verbrachten, in der ich mich in diese Ansicht verguckte oder doch an den Gefühlen, die mich beim Betrachten eben dieser Wand einlullten: Sommer, Lebenslust, Farbe und ganz viel Stil.

nicht ohne meine brötchen

Zu einem perfekten Heimaturlaub gehört für mich ohne Zweifel auch ein Abstecher zum Frankowitsch in Graz. Für mich eine wahre Institution, denn das Traditions-Haus besticht nicht nur mit seiner urigen Atmosphäre sondern vielmehr mit den genialen Kreationen, die auf so ein kleines Stück Brot gezaubert werden.

Und aus den vorher veranschlagten 3 Brötchen sind dann doch 5 geworden... Meine Favoriten? Roast Beef, Schweinsbraten, Liptauer-Aufstrich und Tomate-Mozzarella. Dazu wird dann noch ein Bellini gereicht und gemeinsam mit meinem kleinen (aber doch relativ großen) Bruder auf den 'blauen' Tag angestoßen. So lässt es sich dann die ein oder andere Stunde vor dem Lokal in der Stempfergasse aushalten - der Grazer Altstadtflair tut dann noch sein Übriges, um den Wunsch zu nähren, sich keinen Zentimeter mehr von diesem Fleckchen Graz wegzubewegen...