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Montag, 12. Mai 2014

and then there was a dog


Auf der Uni hab ich mich heute in ein kleines pelziges Etwas verliebt, welches schnurstracks auf mich zugelaufen kam und mich mit Schmuseeinheiten um die Pfote wickelte. Im Grunde genommen bin ich gegen das Streicheln von Tieren hier in China. Was nicht so wirklich mit dem Tierchen zu tun hat, sondern eher mit dem Hygienezustand der Stadt. Denn wenn etwas die Strassen von Shenyang berührt, ist es verloren. Für immer. Das trifft auf so ziemlich alles zu, was man so mit sich rumschleppt, ausgenommen Geldbörsl und Schlüssel... 

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Today at university I fell in love with a small furry something, which approached me out of the blue and wrapped me with lots of cuddles around its paw. Basically, I'm against touching animals here in China. What does not really have to do so much with the animal itself, but rather with the hygiene condition of the city. Because everything which touches the street of Shenyang once is lost - like forever. This applies to pretty much everything you carry around, except your purse and your keys...



Mittwoch, 18. Dezember 2013

studying in china

Ein paar Tipps für zukünftige Studenten, die es - aus welchem Grund auch immer - nach Shenyang/China verschlägt.

  • Wenn du dir ein Semester aussuchen kannst, um in Shenyang zu studieren: nimm das Sommersemester! Wir haben erst Mitte Dezember und ich weiss jetzt schon nicht mehr, was ich mir nicht alles überziehen soll.
  • Die meisten der Studenten kommen auf Grund eines Stipendiums nach Shenyang. China unterstützt viele ausländische Studenten - vielleicht auch dich. 
  • Vergewissere dich vorher, ob dein Studium hier auch in deinem Land anerkannt wird. Österreich zum Beispiel hat eine Vereinbarung mit China. Jedes Studium hier in China wird auch in AT anerkannt. Das Umschreiben des Titels kostet so um die EUR 100.
  • Jeder Europäer, der in China studiert, sollte unbedingt gute Nerven mitnehmen und literweise Baldrian-Tropfen. Ein Studium hier ist nicht mal ansatzweise zu vergleichen mit dem, was bei uns in Österreich geboten wird. Ich spreche nicht von der Unterrichtsqualität, aber die ganze Organisation ist ... nicht vorhanden. Man wartet ewig auf Aussagen, Bestätigungen, Zeitpläne, Klausurnoten, Professorenrückmeldungen... Oh wie ich die Österreichische Bürokratie vermisse!
  • Es gibt keine Anmeldefristen. Egal wann du auftauchst: bring Geld mit! Dann ist es einem auch möglich in der Mitte eines Semesters einzusteigen. Ob man dann allerdings dem Unterricht noch folgen kann, ist eine andere Geschichte. 
  • Wenn du als Europäer in China studierst, sollte deine Willenskraft sehr ausgeprägt sein. Andererseits landest du als Weihnachtsmann verkleidet auf einer Bühne und unterhältst die ganze Studentenschaft - auf deine Kosten versteht sich. Egal auf welcher Uni ich auch lande, man will immer, dass ich irgendwelche Rollen in Feiern übernehme. Bis jetzt habe ich mich allerdings standhaft gegen alles unmenschliche behaupten können. 
  • Die Studiengebühren belaufen sich für ein Jahr auf ca. EUR 3.000 - sämtliche Kosten miteingeschlossen.
  • Du musst nicht am Unigelände wohnen, wenn du verheiratet bist :D Wenn du nicht verheiratet bist, musst du zwar nicht dort wohnen, darfst aber trotzdem für das Zimmer zahlen. 
  • Es gibt in China keine Weihnachtsferien. Das Semester dauert bis Mitte Jänner und die Semesterferien betragen um die 6 Wochen. 
  • Du brauchst kein Studentenvisa, wenn du hier studierst - auch wenn deine Professoren etwas anderes behaupten. Man kann auch mit einem ganz normalem Aufenthaltsvisum studieren. Und ich würde auch jedem empfehlen, der auf Grund eines Expat-Vertrages nach China kommt, die Firma des Mannes das Visum regeln zu lassen. Viel einfacher und nervenschonender. 
  • Der ganze Unterricht basiert auf Power-Point-Präsentationen. Man sollte deshalb richtig schnell schreiben können oder immer einen USB-Stick mit sich herumtragen. 
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Today I want to give you a few tips, if you plan on study in Shenyang/China - what reason ever will bring you here...

  • If you can choose between a summer or a winter semester: take the summer semester! It's mid of December and I don't know, what to wear to keep warm.
  • Most of the students are here, because they got a scholarship. You could check, if that also would work out for you.
  • Check out if your study will also be accepted in your country. E.g. Austria has an agreement with China - it only will cost me about EUR 100 to transcribe my degree. 
  • Each European studying in Shenyang should bring very strong nerves and liters of valerian-drops. You cannot compare a study here with a study in your country. I don't think the quality of the lessons is bad - I'm talking about the organization, or to be more clear: about the none at all existing organization. You wait forever for anything, e.g. propositions, confirmations, timetables, marks, responses... Oh, I miss the Austrian bureaucracy. 
  • There are no registration deadlines. No matter when you show up: just bring money! And even is in the middle of the semester, you can start. The question is, if that would be the right choice and you would be able to follow the lessons. 
  • You need to have a very strong will, if you are going to study here. Otherwise you'll end up jumping around in front of your studying colleagues, dressed as a Santa. No matter which university I'm joining, they always want the Westerners to be a part of their celebrations. I never ended up doing anything embarrassing - at least until now :D 
  • The fees for one year are about EUR 3.000 - including all the additional costs. 
  • You don't need to live at the campus, if you are married. Otherwise you can live outside, but you are 'asked' to pay the fees for the room anyway.
  • There are no X-mas holidays in China. So the university is going to stop in the mid of January. The semester holidays are about 6 weeks. 
  • You don't need a student-visa - a normal residence-visa is quite enough, even when your professors want to change your opinion. It's way easier, if you let the company of your husband do all that work. Easier and more relaxation-time for your nerves. 
  • The whole lessons are based on power-point-presentations. So write as hell or bring a usb-stick with you. 

what i learned today at university...

Die Luft in Shenyang ist nur deshalb so schlecht, weil so viele ausländische Firmen ihre Produktionsstätten nach China verlegt haben... 

Chinesen sind klein und intelligent und deshalb ungeeignet für Fussball... (nicht meine Worte, aber das mit dem klein stimmt)

Viele Chinesische Firmen machen den Börsengang deshalb, weil sie im Fussball berühmt werden wollen... (ah ja...)


Zur Info: Wir hatten heute eine Aushilfskraft. Unsere regulären Professoren, werfen nicht mit solchen Wuchteln um sich :D

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The air in Shenyang is so bad at the moment, because all the foreign companies decided to produce their products in China...

Chinese are small and intelligent. That's the reason why they are so bad in football... (not my words, but I agree, that they are small)

Lots of Chinese companies want to be public listed, so they can be famous in football... (?????????)


Just to be clear: today we had a substitute professor. Well, I'm not sure of his profession actually, but my lessons are normally more accurate :D

Montag, 4. November 2013

motivation at university

 





Meine Universität ist vollgespickt mit Motivations-Tafeln, die uns Studenten anscheinend dazu veranlassen sollen, das Beste in uns zu finden und zu geben. Als ob die hohen Studiengebühren - im Vergleich zu Österreich - nicht Ansporn genug wären :D

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My university has a lot of motivation boards, which I suppose shall reveal the best in us. Well, I think the university fees - compared to Austria - are enough motivation to succeed :D

Freitag, 20. September 2013

shenyang aerospace university (sau) is NOT my home




Bei meiner Registrierung und Studiengebührenberechnung waren das Personal und ich uns uneinig. Denn als guter Ausländischer Student hat man am Campusgelände zu wohnen. Das fand ich wiederum nicht ganz so prickelnd :D

Die Lektorin erhob am Ende unserer Diskussion ihre Stimme und meinte: 'It's a MUST that you live here! Otherwise you cannot study here.' Ich hab sie dann vom Gegenteil überzeugt... Wobei die Aussage, dass mein Mann ein Österreichischer Manager hier in Shenyang ist, mir definitiv geholfen hat :D

Grund für die ganze Diskussion war im Grunde genommen nur das Geld fürs Zimmer, das ihnen durch die Lappen ging. Dienst nach Vorschrift wird hier ganz groß geschrieben - ein Student wie ich, ist ihnen noch nie in die Quere gekommen. Deshalb gab es auch einen riesen Aufschrei als wir auf mein Visum zum Sprechen kamen. Wie ich hab kein Studentenvisum? Das geht nicht. Dann kann ich auch nicht studieren. Punkt. Ja klar. Und wieder brauchte es kräftige Überzeugungsarbeit meinerseits... Ich darf jetzt doch mit meinem Visa studieren, obwohl ich nicht am Campus wohne.

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As I made my regisration I had actually more difficulties, than I told you yesterday. The office staff had the opinion, that a foreign sutdent has to live at the campus. I didn't like this suggestion so much :D

A professor explained me: 'It's a MUST that vou live here! Otherwise you cannot study here.' Well, I changed her opinion. The fact, that I'm married to an Austrian Manager working here in Shenyang, really worked out :D

Actually this whole discussion was based on money - money they cannot earn now, because I'm not living at the campus. Chinese also have a very distinctive black-and-white way of thinking - until last week, they didn't meet an expat-wife, who want's to study here. Therefore, when it came to my visa, we had an other problem. They wanted me to have a sutdent-visa. Well, I changed their opinion. Again. But it took me some time :D

Donnerstag, 19. September 2013

update on university

Letzte Woche habe ich mich für den Master an der Shenyang Aersopace University beworben... und erst dann wurde mir klar, welche Herausforderung das Studium darstellt. Allein die Anmeldung stellte sich als ziemlich 'schwierig' heraus...


Raum 109 - Ich schlage um 11.10 am Campus auf und möchte mich anmelden. Im Raum 109 wird mir erklärt, dass ich warten muss. 2 Stunden. Mittagspause (Euphorie schwindet. Laune im Keller).

Raum 109 - 2 Stunden später stehe ich wieder auf der Matte und werde angewiesen mich in den Raum 105 zu begeben.

Raum 105 - Es wird gefragt ob ich schon bezahlt habe. Natürlich habe ich noch nicht bezahlt.

Raum 103 - Jemand rechnet mir aus wieviel ich zum Bezahlen habe.

Raum 104 - Ich bezahle.

Raum 105 - Mit dem Zahlungsbeleg wieder zurück und ich frage nach dem Stundenplan und Büchern. Keiner weiß Bescheid. Ich muss warten und werde nach 10 Minuten wieder in den Raum 103 bestellt.

Raum 103 - Mir wird erklärt, dass es jetzt noch keinen Stundenplan gibt. Ich soll im Raum 105 meine Telefonnummer hinterlassen.

Raum 105 - Ich schreibe meine Telefonnummer auf eine Tafel. Nicht besonders vertrauenswürdig. Ich frage ob alles erledigt ist und man kommt drauf, dass man meine offizielle Registrierung nicht mehr anfindet. Ich soll eine neue machen. In Raum 109.

Raum 109 - Man schickt mich weiter in Raum 106.

Raum 106 - Die verantwortliche Person sieht mich an, sieht auf seine Uhr, sieht wieder mich an und erklärt mir um Uhr 14.10: 'Ich habe eine Meeting um Uhr 15.00. Ich habe keine Zeit mehr Ihre Anmeldung zu machen.' 


 Ah ja. Vielen Dank auch.


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Last week a registrated for the master degree at the Shenyang Aerospace University (SAU)... and I can tell you: studying in China is going to be a big challenge. Even the registration was!


room 109 - I entered this room at 11.10 a.m. and was ordered to wait now 2 hours. Lunch brake (Euphoria gone.).

room 109 - 2 hours later I'm back again and advised to go to room 105.

room 105 - They asked me, if I already paid for the year. I did not.

room 103 - Somebody is calculating how much I need to pay (It takes her like forever!).

room 104 - I pay.

room 105 - I return with the receipt and ask for the timetable and my books. Nobody knows what I want and I'm ordered to wait. After 10 minutes I need to go to room 103.

room 103 - Somebody explained to me, that there is no timetable yet, but I shall move to room 105 and give them my phonenumber so they can text it to me.

room 105 - I'm asked to write my number on a blackboard. Not really trustworthy. I asked, if I'm done for now. They cannot find my official registration anymore. I need to go to room 109.

room 109 - Nobody feels responsible for making registrations. They ask me to go to room 106.

room 106 - The person (1 (!) person looked at me, looked at his watch, looked again at me and explained me at 2.10 p.m.: 'I cannot do your registration anymore. I have a meeting at 3 p.m.'


Okay... Thanx a lot! Pulse: not measurable anymore.

Montag, 16. September 2013

why am i not promoted?




Diese Erklärung habe ich beim Anmelden auf der Uni in den Büroräumen gefunden :D
Morgen gibt's News zur Uni!

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I love this notice! I found in the office of my new university :D
Tomorrow more news about my application!

Freitag, 31. August 2012

deprimierend vs. niederschmetternd


Demprimierend ist...

...wenn man es schafft binnen 8 Wochen Sommerferien sämtliche Chinesischkenntnisse zwischen Shoppingtouren in Graz und Schlemmereien in Langenlois zu 'verlieren', 3 Wochen vor Uni-Beginn riesen Panik schiebt und sich deshalb verzweifelt jeden Tag etliche Stunden Chinesischvokabeln reinzieht.


Niederschmetternd ist...

...wenn man sich bereits angemeldet hat und beim Besorgen der Bücher auf eine - eher unbeliebte - Professorin trifft, diese meine Bücher genau inspiziert und mir dann einen Vortrag auf Chinesisch hält, ob ich mir wirklich sicher bin, dass ich mir die richtige Klasse ausgesucht habe. Ihrer fachkundigen, ungebetenen Ansicht nach soll ich doch noch mal die gleiche Klasse wie voriges Semester besuchen. Und auf Grund der Tatsache, dass ich von ihrem 10 Minuten langen Vortrag nur die Quintessenz mitgenommen habe (ich zu unintelligent - du schaffst das nicht), neigt ein kleiner, sabotierender, nicht unerheblicher Teil in mir dazu, ihr Glauben zu schenken.


Zum gefühlten 39 Mal muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich wirklich kein Sprachentalent besitze und grottenschlech im Auswendiglernen bin. Tatsachen, die mein Studium zu einem täglichen Angriff auf mein Selbstwertgefühl machen. Am besten wäre man für das Studium der Chinesischen Sprache qualifiziert, wenn man sich mit links das Telefonbuch von Graz und Umgebung ins Gedächtnis brennen könnte... und einen Hang zu Masochismus hat.

Wenn beide dieser Kriterien nicht vorhanden, kommen andere - meiner Meinung nach sehr wichtige - Kompetenzen zum Vorschein:

a) soziale Kompetenz - binnen dem Bruchteil einer Sekunde schaffe ich es beim Anblick meiner Mitschüler den größten Streber herauszufinden. Der sensiblere Teil ist es dann, mit diesem Subjekt auf 'gut Freund zu machen', damit der einem dann alles erklären kann.

b) rate Kompetenz - ich rate mich mittlerweile mit 99 %iger Treffsicherheit durch den Unterricht. Na ja, manchmal machen meine mir zusammengebastelten Hirngespenster keinen Sinn. Oder habt ihr schon mal davon gehört, dass es im Chinesischen Mittelalter 28 Schafe gab, die eine Festung bauten, um sich dann gegenseitig in aller Ruhe die Hufe zu lackieren?!

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Depressing is...

...if you 'lose' all your Chinese language knowledge somewhere between shopping in Graz and meeting friends in Vienna. Followed by panicing and the impossible aim to learn all the lost and never learned Chinese - I defenitely schould have learend - within 3 weeks.


Devastating is...

...if you meet a teacher on the day of your inscription and she explains you, that you won't be able to follow the lessons. Instead you should join the same class once again. Well, the fact that I only could understand the main topic of her 10 minute speech (I am too dumb - I won't understand), makes me a little bit more uncomfortable.

Montag, 4. Juni 2012

oddity from university

Ich hatte da mal einen Studienkollegen im ersten Semester. Einen Nordkoreanischen Studienkollegen, der nach dem ersten Semester die Klasse gewechselt hat. Dachte ich zumindest. Tatsächlich allerdings hat sich der Typ während der ersten 4 Monate seines Studiums - während ich versucht habe irgendwie mit meinen Klassenkollegen mitzuhalten - ein paar weitere Bücher reingezogen und ist von den Anfängern 1st Grade in die Mittelstufe 2nd Grade gesprungen.

Ein Sprung, der GIGANTISCH ist! Selbst wenn man die 3 vorhergehenden Semester absolviert, ist es angeblich kein Leichtes beim Unterricht mithalten zu können. Da gibt es zum Beispiel diesen Typen aus Deutschland, der mit ihm in die gleiche Klasse geht. Und obwohl der Deutsche in seinem Heimatland bereits 4 Jahre (!!!) Chinesisch studiert hat, erklärte mir dieser, dass der Unterricht echt der Hammer ist und er weit davon weg ist alles zu verstehen.

Letzte Woche bin ich dem Nordkoreanischen Wunderknaben bei seinem ersten, ziemlich tollpatschigen Eislaufversuch über den Weg gelaufen. Auf meine Frage, ob er in seiner Heimat keine Eislaufplätze hat, antwortete er: Doch! Natürlich. Er hatte nur nie Zeit um Eiszulaufen oder für Freunde oder für andere Hobbies. Schließlich musste er doch immer für die Schule lernen.

Ah ja. Klar. Blöde Frage aber auch.

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In the first semester I had a study colleague. A northkorean colleague, who changed class after the first semester. Well, I thought. But as a matter of fact he jumped from the first semester into the fourth semester! Meanwhile I was trying to keep up with my classmates, he learned a few other books by heart.

Actually, this jump is kind of amazing! Because even if you are joining the first 3 semesters, I heard it is pretty hard keeping with the class. For example there is this German, who is in the same class as the Northkorean. German guy studied 4 years (!!!!) Chinese back in his homecountry and he told me, that it is really a challenge trying to keep up with the others.

Last week I met Korean guy, while he was ice-skating for the first time of his life. And you could see that it was his first time :D As I asked him, if they don't have ice-skating areas in Northkorea, he gave me following answer:

Of course we do!
But back home there was no time for ice-skating, hobbies or friends.
I was studying!

Aha. Of course. What a stupid question.

Freitag, 27. April 2012

chinese logic

Gestern auf der Uni wurde uns wieder ein eindrucksvolles Beispiel von Chinesischer Logik geboten. Diese Woche hatten wir ein paar Prüfungen, unter anderem in Grammatik, Sprechen und Textverständnis. In den ersten beiden Disziplinen wurde natürlich wiederholt und vorbereitet, was das Zeug hielt. Die Professoren gaben uns vermehrt Tipps auf was wir achten müssen und stellten die wichtigsten Punkte unseres bisher Gelernten heraus.

Davon bekam anscheinend auch unsere Textverständnis-Professorin Wind. Und um den anderen Professoren um nichts nachzustehen, wiederholte auch sie auf Teufel komm raus. Wie schon gesagt, ihr Unterricht dreht sich darum, einen unbekannten Text zu erfassen und Fragen diesbezüglich zu beantworten. Was macht also unsere ambitionierte, nicht ganz so logisch denkende Professorin? Sie wiederholt in 120 Minuten noch mal jeden einzelnen Text, den wir bisher vorgelegt bekommen haben. Was so gut wie gar keinen Sinn macht, wenn man bei der Prüfung einen fremden Text vorgelegt bekommt...

Trotzdem habe ich etwas Interessantes gelernt. Und zwar ein Schimpfwort - ein ganz ein fieses, das mal so ganz zärtlich im Lammfellchen daher kommt. Die Wortkombination lautet huan lian po - was frei übersetzt so viel bedeutet wie die Frau/Hausfrau mit dem gelben Gesicht. Diese Bezeichnung gilt nämlich für all diejenigen Matronen, die sich nach der Hochzeit gehen lassen und zu etwas Unansehnlichen mutieren.

Tja ... irgendwie hat die Tatsache, dass alle Chinesen eine etwas gelbstichige Haut haben, den Schöpfer dieser Wortkreation völlig kalt gelassen. Und somit erklärt sich wieder der extreme Wahn nach Weißmachern in der asiatischen Kosmetikindustrie :D

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Yesterday I learned an odd word creation at the University. Huan lian po - which means yellow faced wife/houswife. Sounds not bad, right? Well, but this is a typical wolf in sheep's clothing. Because no woman wants to be called like that. It's a description for woman, who overindulge oneself after marriage.

Well, the creator of this expression has clearly forgotten, that all Chinese have kind of yellow skin. But this again explains the aim of most Chinese woman having a white skin. And also the beauty industrie found its advantage out of this situation - whitener is a top seller here in Asia.

Dienstag, 10. April 2012

sinology

Gestern hab ich mich mal schlau gemacht, bezüglich eines Sinologie-Studiums in Österreich. Sinologie ist die Lehre der Chinesischen Sprache, Geschichte, Politik, Literatur, Kultur und Ökonomie. Den größten Brocken des Studiums macht allerdings das Erlernen der Chinesischen Sprache aus. Und genau deshalb ist das Ganze so interessant... Ich hab hier die Zeit Chinesisch zu lernen und mich durch das ständige Wiederholen der Chinesischen Charaktere zu quälen. Ein Muss, da ich nach ein paar Tagen bereits gelernte Vokabeln nicht mehr von unerlernten unterscheiden kann. Hab ich schon erwähnt, dass ich kein Sprachengenie bin?!

Sehr witzig fand ich es allerdings, als ich auf die Statistiken des Sinologie-Studiums gestoßen bin. Im Jahr 2003 (oder war es doch 2004? Egal...) gab es in Wien insgesamt 15 Studienanfänger. Und jetzt ratet mal, wieviele von denen das Studium abgeschlossen haben? Eine ganze Person... muss ich noch mehr dazu sagen :D

Und an alle diejenigen, die mir bis vor kurzem weismachen wollten, dass die Grammatik nicht wirklich eine große Herausforderung darstellt... Ich glaube nicht, dass ihr an meinem Punkt wart! Die Grammatik kann einem nämlich sehr wohl den einen oder anderen gutsitzenden Zahn ziehen. Vielleicht liegt das aber auch nur an der Tatsache, dass uns alles in Chinesisch erklärt wird. Und dass unsere Lehrunterlagen einem eher stümperhaften Englisch-Übersetzer anvertraut wurden. Nicht mal der Ire neben mir wird aus dem uns zugemuteten Kauderwelsch 'Englisch' schlau, welche uns als erklärende Hilfe angeboten werden (wir haben eine neue Lernmethode entwickelt: Raten). Und wenn man dann noch neue Vokabel-Listen auf Chinesisch und Englisch bekommt, kann man sich nie sicher sein, ob das zu erlernende Wort wirklich der Bedeutung entspricht, die uns schwarz auf weiß präsentiert wird. Deshalb kann ich allen Chinisch-Studierenden oder angehenden Studierenden nur wärmstens PLECO empfehlen. Eine App, die zwar doch etwas teurer ist, auf die man sich aber wirklich verlassen kann.

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Yesterday I was looking for information about studying Sinology in Austria. Sinology is all about learning the Chinese language, Chinese history, politics, literature, culture and economy. Learning Chinese is the real big and hard part and that's the reason, why I am interested in. While living in China I have enough time learning the language.

I also found one funny statistic. There were 15 freshmen in the year 2003. And now guess how many of them finished their Sinology study! One person... there is no need to say anything more :D

Dienstag, 27. März 2012

chinese motivation

You are supposed to be better!


Ein Satz, der nicht wirklich dazu beiträgt einen Tag zu einem perfekten Tag zu machen. Schon gar nicht, wenn man ihn von seiner Professorin hört. Noch weniger, wenn man sich lernwillig jeden Tag mehrere Stunden Chinesisch zu Gemüte führt - mit der Hoffnung, dass doch irgendwann Licht am Ende des Tunnels erscheint. Diese Hoffnung kann ich mir ja jetzt schön gepflegt einrexen :D

Das einzig Gute an dieser Geschichte ist, dass diese Aussage an alle Westler gerichtet war - also genau genommen an 5 Prozent der Klasse. Und wer hat an diesem ganzen Schlamassel Schuld? Die Koreber (facts from the university). Schon wieder. Denn gegen die schauen wir Westler trotz täglichen, mehrstündigen Lerneinheiten in unserer Freizeit ganz schön ... dämlich aus.

Und wenn ich nicht in den nächsten paar Wochen ein koreanisches Superhirn auftreiben und meines dagegen austauschen kann, wird dieses Gefühl der Unzulänglichkeit die nächsten paar Semester wohl kein Ende nehmen.

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A sentence, that's not really destined to make your day. Especially not when you hear it from your professor. Even less if you are anyhow learning a couple of hours every day, hoping to finally see the light at the end of the tunnel. Guess that I can kiss that hope goodbye.

The only good part of this story is, that it was not only aimed at me but at all Westeners - so precisely 5 % - of my class. And who is to blame? The Koreber again, of course. Because against them we Westeners despite our learning efforts look pretty bad.

So if I cannot find one of these Korean superbrains and switch it against mine within the next few weeks, this feeling of inadequacy will more than likely not go away for the next few semesters.

Mittwoch, 14. März 2012

von bananen und chinesen

Heute habe ich etwas auf der Uni gelernt. Bei all dem unverständlichen Zeug, was uns jeden Tag (in Chinesisch) vorgebetet wird, habe ich endlich eine Sache verstanden. Und wie ich finde eine ziemlich coole Sache.

Von unserer Professorin wurde die Frage aufgeworfen, was Chinesen und Bananen gemeinsam haben. Großes Staunen unsererseits, denn welcher Chinese würde über einen anderen so ablästern. Aber es handelt sich nicht um normale Chinesen, sondern zum Vergleich mussten Chinesen antanzen, die es vorziehen im Ausland zu leben. Diese sind nämlich fast nicht zu unterscheiden von einer Banane: außen gelb und innen im Grunde genommen weiß, denn sonst würden diese es ja vorziehen, das Land der Mitte als einzigen Wohnort und nur den zu erwählen :D

Was ich allerdings weniger witzig fand, war die Tatsache, dass ich heute voll unter Beschuss der Professorin stand. Und das nur, weil ich ein paar Minütchen zu spät gekommen bin (es könnte sich auch um eine halbe Stunde gehandelt haben...). Und so habe ich heute mit 3 weiteren Lektionen schweren Herzens Bekanntschaft machen dürfen:

  • Komm nie zu spät in den Unterricht.
  • Sei immer vorbereitet - VORALLEM wenn du zu spät in den Unterricht kommst.
  • Erkläre deinen Studienkollegen unter keinen Umständen, warum du zu spät gekommen bist und bringe sie damit auf keinen Fall zum Lachen! Ein klein wenig Unruhe in der Klasse hat heute nämlich zu einem ziemlich ausgeprägten Wutanfall - einer bisher von mir eher harmlos eingeschätzten - älteren Professorin geführt. In China gilt es als äußerste Respektlosigkeit den Professor während seines eintönigen Geschwätzes nicht anzuhimmeln.

Zum Glück kann ich festhalten, dass ich nicht die Einzige war, die während des Unterrichts für etwas Unruhe sorgte. Deshalb hielt sie uns (natürlich auf Chinesisch inklusive hochrotem Schädel) eine Standpauke wie respektlos wir doch nicht alle sind. DAS verstand ich wiederum einwandfrei und bin nun der Meinung, dass es kein Unding ist, die Professoren manchmal zu reizen, wenn es mit erheblichen Lernfortschritten belohnt wird. Meine Theorie wird allerdings noch geprüft ... ich halte euch am Laufenden.


Morgen geht es im Übrigen nach Shanghai. Hoffentlich schaffen wir es dieses Mal zumindest zum Flughafen, bevor wir unsere Reise zum vierten (!) Mal stornieren müssen :D

Dienstag, 6. März 2012

chinese tones

Wenn man Chinesisch erlernen will, ist das Wichtigste die richtige Betonung. Und die hat es ganz schön in sich. Denn für viele hört sich Chinesich einfach nur wie ein seltsamer Sing-Sang an, der von Auf und Ab's geprägt ist. Es gibt 4 unterschiedliche Töne, man kann aber eine Silbe auch nicht betonen.


Dieses Bild stammt aus meinem Lehrbuch und ist mir nur allzu vertraut. In der ersten Woche meines Studiums verbrachten wir insgesamt 20 Stunden damit (für uns) nichtssagende Buchstabenkombinationen in allen möglichen Varianten von uns zu geben. Darunter waren viele 'ma', 'da', 'pa', 'li', 'lao', 'pao' aber auch 'ni', 'tu', 'hu' und 'zhao'.

Der 1. Ton
Dieser Ton wird höher angesetzt als die normale Sprechstimme und (was für eine Überraschung) ist die einfachste Art eine Silbe zu betonen.

Der 2. Ton
Vergleichen kann man diesen Ton mit dem, den wir anschlagen, wenn wir eine Frage stellen. Ungewohnt ist es für uns nur diesen in langen Sätzen ständig einzubauen, anstatt ihn am Ende eines Satzes anzubringen.

Der 3. Ton
Eine Kombination aus dem 4. und dem 3. Ton, wobei der 4. Ton etwas kürzer ausgesprochen wird, wie die darauf folgende Anhebung des Tones. Und auch diesen Ton gebrauchen wir Westler durchaus öfters als uns bewusst ist. Zum Beispiel genau dann, wenn es angebracht ist ein allwissendes 'ahaaa' von sich zu geben.

Der 4. Ton
Für mich eine absolute Herausforderung, da man den Ton höher ansetzt und dieser dann abfällt. Oft findet man diese Betonung wenn man etwas in einem Befehlston schreit. Am leichtesten zu veranschaulichen mit folgendem Beispiel: 'Lauf! Forrest, lauf!!

Wenn man meine Professoren fragt, bin ich, was die Betonung anbelangt, ziemlich gut unterwegs. Falls ich mich aber in ein Taxi setze - was doch des Öfteren vorkommt - kann ich die gewünschte Straße 10 Mal vor mich hinbeten, bevor der Taxifahrer einmal kurz mit seinem rechten Ohr schlackert und die gewünschte Straße in der exakt selben Betonung selbst von sich gibt. Erst dann hat er sich nämlich selbst davon überzeugt, dass der komische Westler in seinem Auto doch keine komischen Laute von sich gibt und eventuell Chinesisch sprechen könnte.

Noch makaberer wird das Ganze allerdings, wenn mich meine geliebte Hälfte auf meinen Taxifahrten begleitet, ich mir meinen Mund in den schönsten Betonungsarten fusselig rede, der Taxifahrer sich verständnislos (natürlich noch im stehenden Auto) umdreht, daraufhin meine ich-spreche-5-Chinesische-Wörter-bin-aber-ein-Mann Hälfte die Straße in seinem eher unexakten (und das ist noch höflich) Chinesisch ausspricht und dem Taxler auf einmal ein Licht aufgeht und mit einem sag-das-doch-gleich Ah den Motor anstartet. Dann, ja genau dann, möchte ich mich aus dem fahrenden Auto stürzen und die beiden Männer alleine auf ihre emotionale, frauenfeindliche Reise schicken.

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The most important thing while learning Chinese is the right usage of the tones. And this is really not easy. Chinese sounds like a weird string together of different tones, stamped with up and down's. There are 4 different tones and a syllable can also have no tone.
1. tone
The first tone is of course the easiest one and you speak it out a little bit higher than you are normally used to speak.

2. tone
This tone is used, when asking a question. It's a little bit odd for us Westeners to use this tone during a sentence and not at the end.

3. tone
A combination of the 4. and the 3. tone. The 4. one is spoken shorter than the next.

4. tone
This tone is a big challenge for me. In Western language you would use this tone when screaming out a command. The easiest way to explain this, is giving an example: 'Run! Forrest, run!!!'

If you ask one of my professors, they will give you all the same answer: my tones are pretty good. But if I'm taking a taxi, I need to repeat the street at least 10 times - in the exact same way -, before the driver understands where I want to go. Before moving the car he needs to repeat the destination in the exact same way as I have said it! It seems like he is convincing himself that the foreigner in his car does really speak Chinese and is not just brabbling something unrecognizable.

But the really annoying thing is, when my other half is joining me on a taxi-tour. I'm talking and talking, waiting for a sign of understanding from the driver. But this won't happen. Instead he is turning around, looking at my husband. This is the moment my I-speak-5-Chinese-words-and-I-am-male half tells the driver (in a completely incorrect and non-Chinese way) where to go. Immediately you hear a why-didn't-you-tell-me-before sound from the driver and the car starts. In exactly such a moment I want to jump out of the car - escaping from an emotionally loaded, misogynic atmosphere.

Mittwoch, 29. Februar 2012

facts from the university

Finde den Fehler :D


Viele haben mich bei meinem Heimaturlaub darum gebeten, mehr über das Uni-Leben in Shenyang zu berichten und so soll es nun auch sein. Heute gibts für euch ein paar Facts über meiner Klasse.
  • In den ersten paar Wochen meines ersten Semesters stieg die Zahl der Studenten in meiner Klasse auf 31. Davon waren ca. 40 % Westler und der Rest setzte sich aus überdurchschnittlich motivierten Asiaten - hauptsächlich Koreaner - zusammen.
  • Zur Prüfung traten dann jedoch nur 13 Studenten an. Der Rest worf bereits vorzeitig das Handtuch. Ja, es gibt eindeutig Einfacheres als Mandarin zu paucken. Zu dem kann ein leichter Hang zu Selbst-Masochismus nicht schaden :D
  • Im zweiten Semester sind gerade mal 8 Studenten von meiner damaligen Klasse erschienen.
  • Insgesamt sind wir wieder um die 30 an der Zahl. Jedoch hat sich das Westler zu Asiaten Verhältnis 'etwas' verschoben: der rothaarige Ire und ich sind die Letzten, die etwas Abwechslung in unser Klassenbild bringen (irgendwann sollte ich die vorherrschende Meinung korrigieren, dass alle aus Europa rote Haare haben...). Der Rest setzt sich zum Großteil aus Koreanern zusammen.
Und so versuchen der Ire und ich irgendwie mit dem Rest der Klasse mitzuhalten. In den ersten beiden Stunden war unsere Motivation gerade zu überschäumend. Bis zu dem Zeitpunkt, als uns unsere Hauptprofessorin zur Seite genommen hat. Diese fühlte sich nämlich komischerweise dazu bemüßigt uns zu erklären, dass wir einiges an Aufholbedarf haben und uns viel mehr als der Rest anstrengen müssen.

Gründe gibt es dafür mehr als genug. Zum Einen fällt es den Koreanern leichter Chinesisch zu lernen, da es viele Parallelen zu ihrer Sprache gibt. Zum Anderen sind sie um einiges ... ähm ... fleißiger als der durchschnittliche Westler. Außerdem sind sie im Auswendiglernen geradezu unschlagbar. Und jetzt folgt mein Lieblingspunkt in der Aufzählung: Diese zu tiefst hochmotivierten Schweinebacken haben sich am Ende des erstens Semesters mal schön mit den neuen Büchern eingedeckt und sich diese in den 7 Wochen Semesterferien so nebenbei reingezogen. Klar, man hat ja sonst nichts zu tun.

Dieser 'dezente', zum Himmel stinkende Wettbewerbsvorteil der Anderen beschert uns jetzt keine ruhige Minute mehr. Und wieder wurde meine Theorie bestätigt, dass das Strebertum in Korea seinen Ursprung hat und so die ganze Welt vergiftet. Noch mal kurz zur Erinnerung: KoREanER + StREbER = Koreber.

Diese Gattung von Mitstudent sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Zum Glück kann man sie leicht erkennen. Handelt es sich bei deinem Mitstudenten um einen Koreaner, ist dieser automatisch ein Koreber. Und wenn man nicht mehr als eine Handvoll in seiner Klasse hat, muss man sich auch keine Gedanken machen. Besteht jedoch die Mehrheit aus Korebern kann man sich schon mal auf folgende Auswirkungen gefasst machen: schlaflose Nächte und dadurch verbundene Augenringe durch Aufholbedarf, das Gefühl immer das schwarze Schaf in der Klasse zu sein, die Professoren haben einen immer auf dem Kieker (laut asiatischem Verständnis trägt das ständige Aufrufen der Schwächsten - Bloßstellen vor der Klasse - zur Hebung der Motivation eben dieser bei ... ah ja), das Klassen-Niveau wird um einiges angehoben und man wirft sich mit einem Tempo über den neuen Stoff, sodass man Gehirnwindungen bersten hört - natürlich nur die Europäischen.

Verspricht also ein lustiges Semester zu werden. Und ich sollte jetzt wirklich wieder lernen gehen :D

Montag, 27. Februar 2012

what to wear at the university?

Da ich euch ja schon am ersten Tag an der Uni in Shenyang mein Outfit präsentiert habe (back to school), möchte ich euch das, was ich heute getragen habe, nicht vorenthalten.

Aufpassen ... es wird hot hot HOT!


... und zwar für diejenige, die da drin steckt. Könnte man denken. Ist aber nicht so.

Bei uns herrschen in der Früh aktuell -15°C. Was ja im Grunde genommen nicht so schlimm ist, wenn man mit einem genialen Daunenmantel ausgestattet ist. Das Problem ist also nicht der Weg zur Uni sondern die Uni an und für sich. Denn wenn man nach einer Heizung sucht, findet man zwar Heizrohre, die aber - um uns zu konservieren - nicht angeschlossen sind.

Ach ja, nicht auf dem Bild sind mein Daunenmantel und meine gefütterten Lederhandschuhe abgebildet. Auch die habe ich getragen ... in der Uni :D

Donnerstag, 20. Oktober 2011

neuigkeiten aus der uni

Mein Klassenraum
Und ja ... der Großteil der Klasse trägt Winterjacken, denn eine Heizung in einen Klassenraum einzubauen erschien den Architekten als nicht lebensnotwendig.

Der Uni-Alltag hat mich voll im Griff und ich versuche mich in der Kunst meiner Koreanischen Klassenkollegen zu üben: Disziplin. Was bei den Koreanern so viel bedeutet, wie jeden Tag 7 Stunden am Stück durchzulernen - natürlich zusätzlich, nach der Uni. Auf 7 Stunden komme ich allerdings nicht mal annähernd, da es mir doch etwas schwer fällt, meine Freizeit vollständig an den Nagel zu hängen :D

Trotzdem habe ich dazugelernt, bzw. wurden mir 2 Dinge unmissverständlich mitgeteilt:

Zum Einen wurde ich bei meinem letzten Besuch in der Kantine darauf hingewiesen, dass ich gefälligst aufzuessen habe. Und das von einer kleinen Chinesin, die in der Kantine als Abräumkraft fungiert, aussieht wie Anfang 20 (aber sicher schon Mitte 30 ist ... nein - ich bin gar nicht neidisch auf die Gene der Chinesinnen) und einen Charme vorzuweisen hat, der sich am besten mit dem eines Drill-Instructors kurz vor dem Ende eines 3-Tage-Survival-Trainings vergleichen lässt.

Ich wusste genau, was sie von mir will, als sie mich wild gestikulierend auf mein nicht ganz aufgegessenes Tablett aufmerksam machte und dabei etwas auf Chinesisch vor sich hinbrabbelte. Ich wollte sie aber einfach nicht verstehen und habe mich dumm gestellt. Mein Ich-weiß-nicht-was-du-willst-von-mir-geh-und-rede-mit-jmd-anderem Gesicht veranlasste sie allerdings nur dazu, den ein und den selben Satz immer wieder nur in höheren Lautstärken von sich zu geben. Da sie es aber mit diesem Auftritt geschafft hat, dass ich doch etwas Respekt vor ihr habe oder zumindest solche Szenen in Zukunft vermeiden will, wird seit kurzem versucht brav aufzuessen. Das schöne Wetter, das seit dem in Shenyang herrscht, dankt es mir.

Und zum Anderen weiß ich jetzt, dass ich doch nicht die einzige Niete im Unterricht bin und mit den Koreanern nicht mithalten kann. Nein, das bin ich nicht, denn es gibt noch andere (nicht-koreanische) Studienkollegen, die sich genau so dämlich beim Erlernen einer neuen Sprache wie ich anstellen. Deshalb wurde jetzt auch von der Studienleitung beschlossen extra Unterrichtsstunden einzuschieben, in denen uns die Aussprache bzw. die Betonung noch mal mehr ans Herz gelegt werden soll. In diesem Nachmittagsunterricht sitzen nun eine Handvoll Europäer, 3 Mongolen (die es irgendwie schaffen, noch schlechter zu sein als ich ... was aber auch nur daran liegt, dass sie es nicht schaffen ein ü auszusprechen) und ein mexikanischer Leidenskollege. Die Methode unserer neuen Professorin ist im Übrigen die Selbe, wie die der Abräumhilfe in der Kantine. Je lauter man schreit, umso deutlicher bzw einprägsamer wird das Gesagte ... zumindest wenn es nach der Überzeugung von chinesischen Frauen geht :D

Mittwoch, 14. September 2011

back to school


Gestern hatte ich meinen ersten Unterricht an der Northeastern University in Shenyang. Meine erwählte Studienrichtung ist - wie sollte es anders sein - Chinesisch. Ein Studentenvisum musste ich nicht anfordern, da mit einem Dauervisum der Zugang zur Universität sowieso gewährt ist. Die Studiengebühr für ein Semester beträgt etwas mehr als das Doppelte, von dem Betrag, den man in Österreich zahlen würde. Allerdings hängt die Studiengebühr von der jeweiligen Studienrichtung ab und variiert deshalb leicht.

Ich hab zwar bis jetzt 2 Mal wöchentlich je 2 Stunden Einzelunterricht genommen, allerdings gibt es nicht nur einen Grund, weshalb ich nicht alleine auf einen Lehrer losgelassen werden sollte. Zum Einen wäre da meine unübertroffene Faulheit. Wenn ich nicht lernen wollte oder mir eingebildet habe, dass ich keine Zeit zum Lernen aufbringen konnte (manchmal kann es eben lebensnotwendig sein, die neue Herbstkollektion von H&M zu bewundern und ein Ich-gucke-Grey's-Anatomy-bis-ich-alle-medizinischen-Ausdrücke-auf-Englisch-auswendig-kann Marathon kann auch sehr zeitraubend sein), wurde eben in der nächsten Stunde das (vermeintlich) Gelernte noch mal ausgiebig gefestigt.

Einhergehend mit meiner Faulheit mischte sich dann auch noch eine unübertroffene Unmotiviertheit dazu. Wenn man die Einzige in einer Klasse ist und es keinen gibt, der einen an die Tafel spielt, wenn man mal nicht gelernt hat, verliere ich irgendwie das Ziel aus den Augen. Man lernt zwar fürs Leben (blablabla), aber versuch das mal meinem Beine-hoch-lagernden, sabbernden Schweinehund klar zu machen. Der war nämlich der Meinung, dass ein Wort gleich viel ausrichten kann, wie ein perfekter vollständiger Satz - womit er ja nicht so ganz Unrecht hat. Und um meinen Schweinehund das Sabbern abzugewöhnen, bin ich der Meinung, dass eine jede Klasse einen Streber benötigt. Auch wenn diese Rolle ständiges Augenrollen mit sich bringt, spornt ein überdurchschnittlich motiviertes Klassenkollege den Rest der Bande an.

Nun zählen wir 23 Schüler in meiner Klasse. 20 % setzen sich aus Deutsche, Amerikaner, Franzosen und Mexikanern zusammen. Die restlichen 80 % sind Koreaner. Und hier ergibt sich ein Problem: Ist euch schon mal aufgefallen, dass das Wort Koreaner gleich viele 'e' und 'r' besitzt wie das Wort Streber? Grund genug für mich die Behauptung aufzustellen, dass das Strebertum seinen Ursprung in Korea genommen hat. Denn statt nur einen vorlauten, übermotivierten, wieso-aufzeigen-ich-schrei-es-einfach-raus Mitstreiter - äh Kollegen beträgt der Streber-Anteil bei uns in der Klasse knappe 80 %. Und 3 Mal dürft ihr raten, welche Nation(en) zu dieser Kategorie gehört :D

Das erste Semester verspricht also ein Spannendes zu werden. Und um meine Motivation muss ich mir keine Sorgen mehr machen. Leisen Gerüchten zu folge wird einem die Faulheit ganz schnell ausgetrieben. Es liegt an der fernöstlichen Mentalität und Kultur, dass man in der Schule immer sein Bestes gibt und man auswendig lernt, was das Zeug hält. Und wenn man mal nicht gelernt hat (was sicher keinem Koreanischen Studenten einfallen würde), überzuckert das der Professor sofort und hat einen den ganzen Tag auf dem Kieker. Unmotiviertheit tot - Schweinehund bis auf Weiteres ruhig gestellt.

Outfit
Meine Lieblingsfarben für sämtliche Outfits sind zur Zeit Blau, Grau und Braun. Ganz vernarrt bin ich außerdem in mein wild gemustertes Leoparden-Print Tuch, das ein Geschenk meiner Eltern ist. Und seit dem es bei Zara diese super-bequemen Blazer gibt, die genial aussehen, wenn man sie aufstülpt, bin ich auch wieder ein Fan von Blazern geworden. Dieses Outfit vereint für mich also gleich mehrere meiner momentanen Must-Haves :)

Hose, Tuch, Schuhe: Stradivarius - Blazer: Zara - Shirt: American Apparel - Kette: Jewelberry