Freitag, 7. Oktober 2011

strangers are so bad

Wir haben kein reguläres Fernsehen. Englische geschweige denn deutsche Sender zu empfangen ist nur bedingt bis gar nicht möglich. Deshalb kenne ich so ziemlich alle DVD Stores in meiner Umgebung - wenn nicht sogar mehr. Und ich bezweifle an dieser Stelle, dass auch nur einer von diesen Shops Originale verkauft. Ich wiederhole: es handelt sich dabei um Stores und nicht um ich-schlepp-dich-in-eine-zwielichtige-Ecke-öffne-dann-meinen-Mantel-und-zeig-dir-meine-selbstgebrannten-DVD's ... äh ... Einzelunternehmer.

DVD's werden hier professionellst gefaked - die Covers stehen in keiner Weise den Originalen hinten nach. Manchmal, aber nur manchmal kann es passieren, dass eine Person durch's Bild läuft. Öfters hingegen, dass die Untertiteln nicht zu hundert Prozent mit dem Gesagten ident sind. Was daran liegt, dass ein Chinese mit geringen Englischkenntnissen ein munteres Ratespiel veranstaltet und Untertitel verfasst, die eher nichts-sagend oder schlichtweg falsch sind. Egal, die Hauptsache ist doch, dass irgendetwas auf Englisch dort steht und so bei seinem (meist nicht Englisch sprechenden) Auftraggeber der Eindruck erweckt wird, dass besagter Untertitel-Verfasser nicht zu Unrecht auf diesem Stuhl sitzt.

Ein Beispiel dazu...


Ein Amerikanischer Schauspieler sitzt vor seinem Schreibtisch und arbeitet. Ein anderer betritt sein Büro und fragt ihn, ob er ihn auf ein Bier begleiten möchte. Seine tatsächliche Antwort:

No, I'm busy.

Die Antwort, die ihm von einem sehr vorstellungskräftigen Schreiberling in den Untertiteln aufgedichtet wurde:

No, I have no time.
I have to sell drugs.


Man sieht, dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Außerdem könnte dies eine durchaus willkommene Methode sein, um einen eher wenig erfolgreichen Drehbuchautor zur Selbstverwirklichung zu verhelfen :D

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